OFENHUHN

Gut Ding braucht Weil 
Also erstmal die Poularde aus Bodenhaltung, mittels Witzerzählen getötet, vorbereiten - gefüllt mit Zitronenhälften und der restlichen süditalienischen Zitronenmarmelade (Dankeschön an Tonhexe Gabi Bräutigam) einem Megahauch Knofel and a little bit Zwiebel. Zuspiessen damit alles schön drinnen bleibt. Und nun die Massage - Zitronenschale, Ingwer und Salz unter absingen alter mystischer Kreolenlieder zart einmassieren und unter Beigabe von Chilli, Oregano, Pfeffer, Knofel und Zwiefel den Massagedruck allmählich steigern bis zur Zugabe von Curcuma, Cardamom, Black Cardamom und 1000jährigem Salz aus den Himalayaregionen (laut EU verpflichtender Kennzeichnung nur noch haltbar bis zur Nationalratswahl - uff, das war wirklich knapp ) mit lauten Trommelbewegungen bis zur Extase einmassieren, bis das Huhn fast schon stöhnt.

Als vorletzten Schritt unter sanften Gesängen auf das entspannte Huhn etwas Ingwerpulver und reichlich gerösteten schwarzen Pfeffer drüberstreuen.
Abschließend Olio von da Olive drüberträufeln so dass das Chicken so gebettet im Italienischen Bad bis morgen in die frühen Morgenstunden relaxen kann und dabei mit den diversen Aromen inhaliert.

Gestern hab ich mal versucht mit Wein zu kochen - nach den ersten Flaschen wusste ich gar nicht mehr was ich in der Küche wollte ...

Samstag Nacht - etwa frühmorgens - eventuell unmittelbar nach der Befriedigung des menschlichsten Morgenbedürfnisses das Kasserollchen ins umluftige Rohr schieben und nach Beigabe von etwas Hühnersüppchen bei 90 Celsius bis in den Vormittag hinein dahinschmelzen lassen. Hie und da ein Kontrollblick - vielleicht einmal wegen der Sonnenbrandgefahr wenden und zu guter letzt raus aus Rohr und in nette Teile zerlegt......jetzt noch ein letztes mal ins Rohr rein und mittels Grillfunktion die gewünschte Bräune raufgezaubert.

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